Kinderrechtefest im Redoutensaal in Linz – 16. Juni 2009

VS Moosbach, Perg und Zwettl – Sieger des Kreativ-Wettbewerbes der Kinder und Jugendanwaltschaft OÖ.

Seit 20 Jahren besteht in Österreich das Verbot Gewalt als Erziehungsmittel einzusetzen, dennoch erfahren immer noch viele Kinder und Jugendliche Gewalt in ihrer Familie.

Um die Sensibilisierung dieser Problematik in den Mittelpunkt zu rücken, wurde von der Kinder- und Jugendanwaltschaft OÖ ein Kreativ-Wettbewerb „Gewalt ist verboten“ ausgeschrieben. Alle Volksschulen und Sonderschulen wurden aufgefordert sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Über 20 Projekte in verschiedenster kreativer Gestaltung wie Plakate, Filme, Skulpturen, Kollagen, Teppiche,… wurden eingereicht.
Drei Siegerprojekte wurden von einer Jury (Landesschulinspektor Mag. Bruno Huber, Elternvereinspräsidentin Edith Trinkl, Vertreterinnen der Jugendwohlfahrt und des Kinderschutzzentrums Wels sowie zwei Kinder) gekürt:

Die Volksschulen Moosbach, Perg und Zwettl

Volksschule Moosbach:
Der Themeneinstieg der 3. und 4. Klasse erfolgte mit Film, Geschichten und Diskussionen zum Thema Gewalt. Im praktischen Teil wurden auf Holzfiguren die 4 Gewaltformen – Physische Gewalt, Psychische Gewalt, Sexuelle Gewalt und Strukturelle Gewalt – mit Fotos, Zeichnungen und Texten dargestellt.
In einem zweiten Projektteil wurde unter dem Motto “Gewalt gibt es auf der ganzen Welt” ein Plakat mit der Erde gestaltet. Die Kinder beschäftigten sich auch intensiv mit der Frage “Wie kann man Kindern helfen, die von Gewalt betroffen sind?” und zeichneten Phantasiehäuser und fertigten Kinderhände aus Tonpapier.

Volksschule Perg:
Die SchülerInnen der 3. Klasse beschäftigten sich seit Ostern mit dem Thema “Kinder haben Rechte, insbesondere das Recht auf Schutz vor Gewalt” mit dem Schwerpunkt Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Defiziten. Über mehrere Wochen wurden verschiedenste Unterrichtseinheiten dazu gestaltet z.B.: Erläuterung der Kinderrechte, Fantasiereisen, Impulsgeschichten,…
Beim Maibaumfest befestigten die Kinder Kärtchen mit ihren Wünschen an den Ästen, so dass diese im Wind flatterten und in die Welt hinausgetragen werden sollten.

Als Abschluss gestalteten die Kinder ein Sonnenplakat mit einem selbstgebastelten Traumfänger, wobei die Sonne als Symbol der Liebe, Wärme, Licht und Geborgenheit fungiert, die Sonnenstrahlen mit Wünsche der Kinder versehen wurden und vor bösen Träumen schützen sollten.

Volksschule Zwettl an der Rodl:
Die 3. Klasse startete ihr Projekt “Schutz vor Gewalt” mit Geschichten, Erfahrungen und Beobachtungen. Aufgrund einer Brieffreundschaft mit Kindern in Nigeria legten die SchülerInnen den Schwerpunkt auf “Kinder dieser Welt, die es nicht so schön haben und täglich verschiedenster Gewalt ausgesetzt sind”. Die Klasse gestaltete Schultaschen und füllte sie mit Schreibmaterialien für die Kinder in Afrika. Weiters setzten sie mit einem selbst angefertigten Wandteppich, versehen mit Gedanken, Geschichten,… ein Zeichen der Solidarität und komponierten einen eigenen Kinderrechtesong.

Folgende Schulen haben ebenfalls mitgemacht und tolle Projekte eingereicht:
VS 1 Marchtrenk, 1b / VS 46, 4 b / VS Traun-St. Martin, 4b / VS Pucking, 2. Klasse / VS Stroheim, 3. Klasse / Dorfschule Rubenshof, Primaria 7 LASO 1, L1+ L2 und L3 + L4 / VS 47, 1b / VS Gschwandt, 2a / Adalbert-Stifter-Praxisvolksschule, 4a / VS Perg, 3ai / VS Ansfelden, 4a / VS Marchtrenk, 1c / VS 2 Attnang-Puchheim, 3a / VS Moosbach, 3. + 4. Klasse / Verein Gemma, Hausübungsbetreuung für VS Enns 1+2 / VS Zwettl, 3. Klasse / VS 45, 1a + 1b