Fremdsprachenenquete in Linz

17. November 2008Edith Trinkl, Präsidentin des LV der EV öffentlicher Pflichtschulen stellt in ihrer Begüßung fest, dass der richtige Zeitpunkt zum Erlernen einer Fremdsprache schon im Kindergarten liegt. In dieser Zeit lernen die Kinder spielerisch eine Sprache. Je später man anfängt, desto schwieriger wird es.

LSI HR Mag. Karin Eckerstorfer stellt in ihrer Begrüßung fest, dass Englischkenntnisse allein für eine erfolgreiche Berufslaufbahn zu wenig sind, der Bedarf an weiteren Fremdsprachenkenntnissen wird immer wichtiger.
Hermine Zaunmeier, LSI für Kindergartenwesen, verweist auf die Meinung deutscher Sprachforscher, dass Kinder zwischen dem 3. und dem 5. Lebensjahr mit dem Erlernen einer Fremdsprache beginnen sollten, mit 10 Jahren ist es schon fast zu spät.

In Linz gibt es 26 Muttersprachen im Kindergarten. Die Fortbildung der Pädagoginnen werden dieser Tatsache bereits angepasst und zusätzliche Mitarbeiterinnen eingestellt.
Für spezielle Englischprojekte gibt es von Landesrat Sigl finanzielle Zuschüsse für native speakers, externe Fachkräfte und Lernmaterial. Den Eltern dürfen keine Kosten entstehen. Für heuer gibt es schon 85 Anträge.

LSI RR Rudolf Mattle stellt fest, dass eine Fremdsprache in der heutigen Zeit nicht mehr ausreicht. „Die Grenzen meiner Sprache, sind die Grenzen meiner Welt“.
LSI HR Mag. Karin Eckerstorfer äußert den Wunsch nach mehr native speakers, denn die Rückmeldungen sind sehr positiv. Derzeit laufen einige Projekte in OÖ Höheren Schulen.
Englisch als Arbeitssprache wird bereits in 4 Schulen zur Gänze und in 22 Schulen teilweise eingesetzt, vorwiegend in den Fächern Geschichte, Geografie und Biologie.

Bei den Projekten „Ostsprachen“ werden Schüler des Oberstufenrealgymnasiums von einem native speaker teacher unterrichtet. (Z.B. in Tschechisch, Polnisch und Russisch).
Am Fremdsprachenwettbewerb nahmen im letzten Jahr 512 Schüler/innen teil, seit 2 Jahren gibt es auch einen SWITCH Bewerb, wobei sich Schüler/innen in 2 Sprachen bewähren müssen.

Bei der folgenden Diskussion wird festgestellt, dass der Wunsch nach mehrsprachigem Unterricht von Lehrern auch umgesetzt werden würde, aber es fehlt an Ressourcen für solche Lehrerfortbildungen. Weiters wird festgehalten, dass bei Kindern mit Migrationshintergrund auf den Unterricht in der Muttersprache nicht vergessen werden darf.